Die Geschichte

Aller guten Dinge sind drei . . .
. . . könnte man auch an den Anfang der geschichtlichen Betrachtung über die Entwicklung des TuS 1860 e.V. Wickrath setzen.
Denn bereits im März 1850 wurde in Wickrath ein Turnverein gegründet. Wann und warum der Turnverein auseinanderbrach ist nicht bekannt.
... Im März 1851 erfolgte dann die zweite Gründung. Über diesen neuen Verein gibt es leider keine Aufzeichnungen.
... Aber die Wickrather hatten den Wert der Turnbewegung voll erkannt und gründeten zum drittenmal, nämlich am 10. Juli 1860, wieder einen Turnverein, der trotz aller Wirren der Zeit noch heute besteht und aus dem Leben der Wickrather Bevölkerung nicht mehr wegzudenken ist.
Schon in den ersten Jahren nach der Gründung wurden in Wickrath größere Sportveranstaltungen durchgeführt. Bereits 1864 wurde der Turnverein mit der Ausrichtung des Gauturnfestes beauftragt. Auch die sportlichen Erfolge der Wickrather Turner ließen nicht lange auf sich warten.
Obwohl dem Verein in den Jahren 1906 u. 1907 kein geeigneter Turnraum zu Verfügung stand, haben die Turnwarte es verstanden die Turngruppe zusammenzuhalten. Die Gründung einer Spielabteilung erfolgte im Jahr 1908, die bestehende Spielabteilung trennte sich dann 1922 von der Turnabteilung. Die selbständig gewordene Spielabteilung gab sich den Namen „Wickrather Spielverein 08"
Leider wurde der Aufwärtstrend durch den 1. Weltkrieg abrupt gestoppt. Von 100 Turner, die als Soldaten an die Front geschickt wurden, kehrten 25 nicht zurück. Das turnerische Leben konnte nach dem verlorenen Weltkrieg nicht richtig in Gang kommen, weil Turnhalle und Sportplatz in den Jahren 1918/1920 von den Besatzungstruppen belegt waren.
1937 hat sich der Wickrather Turnverein und der Wickrather Spielverein zusammen geschlossen unter dem Namen "Turn- und Spielverein 1860 e.V. Wickrath" Nach Beendigung des 2. Weltkrieges begann langsam der mühevolle Wiederaufbau. Die im Krieg nicht beschädigte Turnhalle wurde der kath. Pfarrgemeinde als Notkirche zu Verfügung gestellt.
Zeitweise musste in der Reithalle des Landgestütes in der Wickrather Lederfabrik geturnt werden. 1951 wurde eine Behelfsturnhalle eingeweiht, jetzt war der erneute Aufschwung nicht mehr zu stoppen. Bürgermeister Heinrich Sattelmeyer übergab 1959 die erweiterte Turnhalle an den TuS 1860 e.V. Wickrath.
Die Turnabteilung ist heute in der Adolf-Kempken-Halle beheimatet. 1982 erhielt die Halle offiziell den Namen des großen Sportförderers aus Wickrath. Der Turnverein aus dem Jahr 1860 hat sich im laufe der Zeit sehr gewandelt und hat sich dem allgemeinem Trend der Zeit angepasst. Gab es anfangs nur Turnen für Männer, so werden heute viele moderne Sportarten angeboten (siehe Sportangebote).