Wickrather Faustballer haben das Ziel 2.Bundesliga

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Die 1. Herrenmannschaft des TuS Wickrath hat sich Einiges für die kommende Hallensaison vorgenommen. Nach dem direkten Durchmarsch von der Bezirks- über die Landes- in die Verbandsliga erhoffen sich die Faustballer einen weiteren Aufstieg. Ziel ist die
2. Bundesliga, jedoch der Schritt dorthin dürfte eine ungleich höhere Hürde als die bisherigen Aufstiege darstellen.
Die Mannschaft von Trainer Lutz Schaper scheint aber gut für die Aufgabe gewappnet, wie die abgelaufene Feldsaison gezeigt hat. Auch hier schaffte man den direkten Aufstieg in die Verbandsliga und hofft auch dort im nächsten Jahr in die zweithöchste deutsche Spielklasse aufsteigen zu können.

Die Mannschaft, eine Mischung aus erfahrenen, ehemaligen Bundesligaspielern und jungen Eigengewächsen, hat durchaus das Zeug zu höheren Aufgaben. Dies bewies auch im Sommer der erst 16-jährige Schlagmann der Mannschaft, Tobias Schaper. Im Rahmen der 53. Obersee Masters in Jona (Schweiz) kam er im U18-Länderspiel gegen die Schweiz zum Einsatz und durfte somit als erster Wickrather nach Neugründung der Faustballabteilung das Trikot mit dem Adler auf der Brust überstreifen. Dieses Länderspiel, welches als Vorbereitung auf die anstehende WM in den USA diente, gewann Deutschland klar mit 3:0. Trotz anhaltend guter Leistung wurde Tobias Schaper nicht für den Kader der WM nominiert, was jedoch nicht bedeutet, dass ihm dieser Weg verschlossen bleiben wird. Auch dem U21-Nationaltrainer Hartmut Maus ist er bereits aufgefallen. Seiner Meinung nach bringt Tobias alle Voraussetzungen für einen guten Schlagmann mit, sein einziges Manko ist aktuell noch eine zu hohe Fehlerquote, die jedoch seinem Alter geschuldet sein dürfte.
Aktuell immer noch im Kader der U18-Nationalmannschaft steht der 15-jährige Maximilian Hoverath, der ebenfalls für die 1.Mannschaft des TuS antritt. Ihm war der Einsatz in Dress der Nationalmannschaft zwar bisher nicht möglich, konnte sich aber bei den zugehörigen Lehrgängen schon sehr gut präsentieren.
Die erbrachten Leistungen sind aufgrund der schlechten Trainingsmöglichkeiten in der Hallensaison erfahrungsgemäß schwieriger zu erbringen. Denn während selbst eine Kreisliga-Handball-Mannschaft zweimal in der Woche trainiert, haben die Wickrather keine Hallenzeit am Abend, sondern können nur samstags am Vormittag in der Sporthalle in Wickrath trainieren, was bedeutet, dass einem Samstagsspieltag in dieser Woche dann gar nicht trainiert werden kann. Dieser Missstand soll aber in laufenden Gesprächen zwischen dem Verein und der Stadtverwaltung nun endgültig bereinigt werden.

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